Whisky Sorten

Whisky Sorten

Die verschiedenen Whisky Sorten und deren feine Unterschiede.

Vom Schottischen Single Malt bis zum Amerikanischen Rye Whiskey.


Single Malt Sorten

Unsere Single Malt Auswahl

Single Malt Scotch - Vielfalt aus Schottland.

Egal ob aus den schottischen Highlands oder von den Inseln. Single Malts können grundverschieden sein, dennoch einen sie manche Regularien.

Single Malt Scotch Whisky wird ausschließlich in Schottland hergestellt. Doch neben der geographischen Einschränkungen obliegt diese Whisky Sorte noch weiteren Qualitätsmerkmalen. So werden Single Malt Scotch Whiskies immer aus Gerstenmalz in Pot Stills hergestellt. Neben der Destillation hat auch die Lagerung in Schottland zu erfolgen. Drei Jahre in Eichenholzfässern müssen es mindestens sein, wobei die meisten Single Malts aus Schottland deutlich länger reifen.

Was bedeutet Single Malt Scotch Whisky?

"Malt" bedeutet, dass der Whisky aus gemälztem Getreide destilliert wird. Das ist ein kontrollierter Keimvorgang, bei dem aus Getreide Malz wird. Dies ist nötig, da auf diesem Wege Enzyme aktiviert werden die für den darauf folgenden Gärvorgang nötig sind und ein Teil der im Getreide enthaltenen Stärke schon in kleinere Moleküle (z.B. Zucker) umgewandelt wird. Zudem wird die Aromatik des Getreides durch die Temperatur und die Dauer des Mälzens beeinflusst. Diverse Getreide-Arten können gemälzt werden (z. B. Gerste, Roggen, Weizen...), aber im Fall von Single Malt Scotch, ist es ausschließlich Gerste.

"Single" bedeutet, dass alle Malts in der Flasche aus einer einzigen Brennerei kommen. Abfüllungen mit Malt Whisky aus verschiedenen Brennereien werden als "blended malt" bezeichnet. Die Altersangabe auf einer Flasche Single Malt Scotch zeigt die Jahre die der Whisky im Fass verbrachte. Da nur sehr wenige Whiskies aus einem einzigen Fass abgefüllt werden, verweist die Altersangabe bei Scotch Whisky immer auf den jüngsten Anteil in der Flasche.

Die schottischen Whisky-Regionen

Schottische Whiskies werden innerhalb des Landes Regionen zugeordnet. Am häufigsten hört und liest man in diesem Zusammenhang von Highland- und Islay-Whiskies. Weitere Regionen sind noch die Lowlands und Campbeltown. Innerhalb der Highlands gibt es zudem noch die Regionen Speyside und Island. Jede Region hat ihre eigenen Spezifika. Wobei diese Spezifika nicht als Regularien festgehalten sondern historisch gewachsen sind und sich auch verändern, weshalb man in allen Regionen untypische Ausnahme-Erscheinungen finden kann. Erfahren Sie mehr über die einzelnen Schottischen Whisky Regionen

Blended Scotch - Die Mischung mehrerer Destillerien.

Blended Scotch Whiskies bringen Destillate aus verschiedenen Destillerien zusammen und bündeln dieselben zu einer erlesenen Mischung.

Bis zur Scotch Whisky Regulation 2009 (SWR 2009), erschien das Wort "blended" (im Rahmen von Scotch Whisky) auf Whisky-Flaschen, die eine Mischung aus Gerstenkorn-Whisky und Nicht-Gerstenkorn-Whisky enthielten. Aber dies ist nicht mehr der Fall. Seit der SWR 2009, ist ein "Blended Malt Scotch Whisky" ausschließlich eine Mischung aus mindestens zwei Single Malt Scotch Whiskies verschiedener Destillerien. Wenn auch micht ganz so beliebt wie Single Malt, so ist diese Whisky Sorte durchaus immer einen Blick wert.

Unter Anderem können bei einem Blend auch verschiedene Getreidesorten wie Roggen, Weizen, Hafer ja sogar Mais verwendet werden.

Ist ein verschnittener Whisky demnach von minderer Qualität? Mit Nichten! Ein Blended Whisky kann durchaus mit einem Single Malt mithalten. Bestes Beispiel ist der Jonny Walker Blue Label, welche regelmäßig für seine hervorragende Qualität ausgezeichnet wird. Jedoch punktet ein Single Malt mit seiner Individualität.

Blended Scotch Sorten

Unsere Blended Scotch Auswahl

Bourbon Whiskey

Unsere USA Whiskey Auswahl

Bourbon - Der beliebte Whiskey aus den USA.

Die Regularien um Bourbon sind vielfältig. Wir geben Ihnen einen Einblick in die Geschichte und die heutige Welt des amerikanischen Whiskey-Traums.

Bourbon Whiskey ist eine der US-amerikanischen Whisky Sorten, die hauptsächlich aus Mais besteht. Der Name leitet sich von der historischen Verbindung mit dem Gebiet Old Bourbon ab, das heute als Bourbon County in Kentucky bekannt ist. Dieses wiederum wurde nach den Bourbonen benannt, einer französischen Königsfamilie. Bourbon Whiskey wird schon seit dem 18. Jahrhundert hergestellt. Während er theoretisch überall in den Vereinigten Staaten gemacht werden könnte, ist Bourbon Whiskey stark mit dem amerikanischen Süden verbunden. Speziell Kentucky wird oft als Bourbon-Wiege gesehen. Bourbon County spielt jedoch heute keine wirkliche Rolle mehr in der Bourbon-Herstellung.

Was ist Bourbon genau?

Vorschriften der Europäischen Union verlangen, dass als Bourbon gekennzeichnete Produkte in den Vereinigten Staaten gemacht wurden. Dort gelten für Bourbon weitere Regularien. So muss ein Bourbon aus einer Getreidemischung destilliert werden, die mindestens aus 51% Mais bestand und in neuen, ausgekohlten Eichenfässern gelagert werden. Das Destillat darf nicht höher als 80% Alkohol destilliert worden sein und nicht mit mehr als 62,5% Alkohol in ein Fass eingelagert werden.

Bourbon Whiskey unterliegt eigentlich keiner Mindest-Reifezeit. Erfüllt ein Bourbon jedoch die bisher genannten Anforderungen, wurde länger als zwei Jahre gelagert und hat keinen Zusatz von Geschmacksstoffen, Farbstoffen oder anderen Spirituosen erfahren, darf er sich Straight Bourbon nennen. Wurde ein Straight Bourbon weniger als vier Jahre gelagert, muss dieser das genaue Alter ausweisen. Es gilt dann dasselbe wie bei Scotch Whisky: Lediglich das jüngste Destillat in der Abfüllung ist relevant für die Kennzeichnung.

Wird ein Bourbon als blend gekennzeichnet, können im Herstellungsprozess Farb-, und Aromenstoffe sowie andere Spirituosen (zum Beispiel neutrale Spirituosen) in den Entstehungsprozess Eingang gefunden haben. Nur noch 51% des Produktes müssen aus Straight Bourbon sein. Bourbon Whiskeys werden weltweit als Zutat für Longdrinks und Cocktails hoch geschätzt und fanden in den vergangenen Jahren immer mehr Anhänger.

Canadian Whisky - Edle Spirituosen aus Kanada.

Whisky aus Kanada ist von der internationalen Whisk(e)y-Bühne nicht wegzudenken. Aber was steckt eigentlich genau dahinter?

Canadian Whisky stammt ausschließlich aus Kanada. Die meisten kanadischen Whiskies werden aus einer Mischung verschiedener Getreidesorten destilliert, wovon oftmals ein Anteil Roggen ist. Es ist jedoch nicht so, wie von vielen angenommen wird, dass kanadischer Whisky Roggen beinhalten muss. Vielmehr ist Mais der Hauptbestandteil in den meisten kanadischen Whiskies.

Dennoch werden die Begriffe Rye Whisky und Canadian Whisky in Kanada nahezu synonym verwendet. Nach den Gesetzen Kanadas, muss ein Canadian Whisky auch rundum in Kanada hergestellt worden sein. Dies bezieht sich auf die Maische, die Destillation und die Lagerung. Das Ausgangsmaterial darf bis auf 80% Vol. Alkoholgehalt destilliert werden. Eingelagert wird Canadian Whisky aber nicht mit mehr als 62,5% Vol. Alkoholgehalt.

Gelagert werden die Destillate in Holzfässern, die nicht mehr als 700 Liter fassen dürfen. Diese Fässer können neu sein, dürfen aber auch wiederverwendet werden. Auch ob der Hersteller die Fässer auskohlen möchte, bleibt ihm selbst überlassen. Wichtig ist abschließend noch, dass der Canadian Whisky nicht mit weniger als 40% Vol. Alkoholgehalt abgefüllt werden darf. Eine aktuelle Auswahl dieser spannenden Whisky Sorte finden Sie unter dem Link rechts.

Kanada Whisky

Unsere Kanada Whisky Auswahl

Rye-Whiskey

Unser USA Whiskey Portfolio

Rye Whiskey - Der Geheimtipp aus den USA

Mit der sogenannten Cocktail-Renaissance wurden auch einst vergessene Spirituosen wieder attraktiv. Darunter ohne Frage: Rye Whiskey.

"Rye Whiskey" wird nach dem amerikanischen Gesetz aus einer Maische von mindestens 51 Prozent Roggen gewonnen. Die anderen Bestandteile der Maische sind in der Regel Mais und Gerstenmalz. Rye Whiskey wird, wie Bourbon Whiskey, auf nicht mehr als 80% Vol. Alkoholgehalt destilliert und in neuen aber ausgekohlten Eichenfässern gereift. In die Fässer kommt der Whiskey nicht mit mehr als 62,5% Alkohol. Reift der Whiskey zwei Jahre oder mehr, darf er zudem als Straight Rye Whiskey bezeichnet werden.

Rye Whiskey war lange die vorherrschende Whisky Sorte der nordöstlichen Staaten, vor allem Pennsylvania und Maryland produzierten und konsumierten den vergleichsweise kernigen Brand. Nach der US-amerikanischen Prohibition war diese Whisky Sorte jedoch weitgehend vom Markt verschwunden. Erst im Rahmen der Cocktail-Renaissance, die in den 1990ern der USA ihren Ursprung hat, begann der Bedarf an Rye Whiskey wieder zu steigen. Dies hing damit zusammen, dass die Bewegung auf historische Rezepturen zurückgriff, die sehr oft nach Rye verlangen. Der Trend um Rye Whiskey ist heute ungebrochen und macht diese Whisky Sorte wahrlich zu einem Geheimtipp unter Kennern.

 

 

Irish Whiskey - Tradition von der grünen Insel.

Irischer Whiskey kann auf eine lange Tradition zurück blicken. Viele behaupten, die älteste Whisky-Tradition überhaupt.

Das Wort "Whiskey" (im schottischen ohne "e": Whisky) kommt aus dem Gälischen von "uisce beatha", was so viel wie "Wasser des Lebens" bedeutet. Die Whiskey Tradition der grünen Insel geht bis in das 12. Jahrhundert zurück. Man nimmt an, dass irische Mönche damals die Technik der Destillation von ihren Reisen zu den arabischen Ländern des Mittelmeerraums mitbrachten.

Was nennt man Irish Whiskey?

Irish Whiskey und seine Herstellung werden heute noch durch den Irish Whiskey Act aus dem Jahr 1980 definiert. Dieser ist im Vergleich zu den Regularien in Schottland oder den USA relativ simpel und kann übersichtlich zusammengefasst werden:

  • Irish Whiskey muss in Irland destilliert und dort mindestens drei Jahre gelagert werden.
  • Irish Whiskey darf nicht über 94,8 % Alkohol destilliert werden, bevor er mit Wasser auf Trinkstärke gebracht wird. So bleibt das Aroma der verwendeten Ausgangsmaterialien erhalten.
  • Wenn der Whiskey aus einer Mischung von zwei oder mehreren Destillaten besteht, wird das Produkt als "Blended" Irish Whiskey bezeichnet.

Irish Whiskey gibt es darüber hinaus in verschiedenen Varianten. Wird der Whisky kontinuierlich aus unterschiedlichen Getreidesorten destilliert, bezeichnet man ihn als Grain Whisky. Diese zumeist leichteren Whiskeys werden selten zum Verkauf abgefüllt, sondern überwiegend dazu verwendet, Blended Whiskeys herzustellen. Der Verschnitt erfolgt dann zumeist mit intensiveren Produkten aus der Destillation in Pot Stills. Irische Whiskeys die in Pot Stills aus gemälzter Gerste hergestellt werden, sind schottischen Produkten oft nicht unähnlich.

In Irland ist es jedoch auch üblich Whisky in Pot Stills aus einer Mischung von gemälztem und ungemälztem Getreide zu destillieren. Dieser Stil wurde lange als "Pure Pot Still" Whiskey oder "Irish Pot Still" Whiskey bezeichnet. Die meisten irischen Pot Still Whiskeys werden dreimal destilliert, während die meisten (aber nicht alle) Scotch Whiskies, zweimal destilliert werden. Torf wird in irischen Mälzverfahren selten verwendet, so dass Irish Whiskey weniger rauchige, erdige Obertöne hat. Wie es auch aus Schottland bekannt ist, gibt es meistens bemerkenswerte Ausnahmen zu den historisch gewachsenen Klassifizierungen.

Aufgrund der sehr langjährigen Tradition eine der durchaus interessantesten Whisky Sorten.

Irish_Whiskey

Unsere Irish Whiskey Auswahl

  Weitere interessante Informationen rund um diese edle Spirituose finden Sie auf unseren anderen Whisky Wissen Seiten. Unter Whisky Regionen gibt es einen Überblick der bekanntesten Schottischen Whisky Regionen, von den Lowlands über Speyside und Islay bis zu den Highlands. Auf der Seite Guter Whisky zeigen wir ein paar Kriterien auf, nach denen sich die Einordnung der Qualität eines Whisky leichter durchführen lässt. Wie man Whisky richtig trinkt - zumindest ein paar Anregungen dazu - erfahren Sie unter Whisky Trinken. Wie immer gilt : trotz aller Informationen, die wir Ihnen bieten können, eine eigene Meinung ist das wichtigste Gut, das Sie sich aneignen können, um Ihren persönlichen Geschmack zu finden!  

Auf jeden Fall sehenswert sind die Whisky Karte Schottlands in Google Maps und die gleiche Whisky Karte auf Google Earth (Erforderliches Plugin leider nur für Windows und Mac verfügbar).